MANDY  STROBEL

                

15. Februar 2020 Treffen mit netten Kollegen

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"my-life-off-the-beaten-path"

Vorwort

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, diesen Kalender also eben als solchen zu gebrauchen.- jedoch die Anordnung und Größe der Blätter brachte mich auf die Idee all meine Großen und kleinen Geschichten aus meinem bisherigen Leben und vielleicht auch zukünftige Träume hierin zu vermerken.

Sollte irgendwann der Gedanke aufkommen ein Buch über meine Erfahrungen und Erlebnisse zu schreiben so muss wohl erst Ordnung in meinem Leben gemacht werden.

Ich werde nicht in der Reihenfolge oder Altersmäßig (v. Geburt) berichten, sondern nach und nach je nach Laune und Lust einzelne Episoden schreiben oder in Kapiteln wir werden sehen was kommt!!

Auch ist eines sicher: es wird nicht geflunkert oder gar gelogen. Die Namen von Freunden oder Bekannten werde ich ändern sofern das nötig ist. Es braucht sich deshalb keiner auf den Schlips getreten zu fühlen.

Etwas weiß ich schon heute: So mancher Leser wird sich in meinem Buch wiederfinden, sei es als Leidensgenosse, Freund oder Feind. Fragt man mich nach dem Sinn der geschriebenen Geschichten, so gibt es eine simple Erklärung: Mein bisheriges Leben war ständig mit Music erfüllt Music und Literatur haben also vieles gemeinsam. Gerade zum Zweck der Unterhaltung soll später einmal all das dienen was musicalisch aufgenommen oder wie hier geschrieben wurde. Man halte sich auch nicht an kleinen Rechtschreibfehlern oder an der Grammatik bitte nicht auf. Denn in der heutigen Zeit ist es sogar den Schülern erlaubt selbst auf dem Gymnasium – ein furchtbares Übel. Großes s scharfes ß oder überhaupt groß oder klein. Mir ist es einfach egal ich will einfach nur schreiben.

Es gilt meinen Dank an Sandra für für diesen mir ans Herz gewachsenen Kalender.

2017 kam Elsy auf die Idee das Ganze in kürzerer Form zu schreiben und Ihre Geschichten, Gedanken, Kräuter, Rezepte, Familienstory und Ihren Seelenfrieden, u.s.w. mit einzubringen.

So nun Schluss mit dem sogenannten Vorwort. 

Kapitel 1  

Meine Kindheit Vom 1. bis zum 15. Lebensjahr

Wie Wissenschaftler sagen, gab es einen Ur-Knall zur Entstehung des Universums. OK das aber war an diesem Tag nicht der Fall als ich zur späten Stunde geboren wurde es war zwischen 2-3 Uhr am 12. Juni 1949 in einer Kleinstadt im Süden Deutschlands (Baden Württembergs) genannt Ulm an der schönen blauen Donau.

War es vielleicht der Tag an dem ich die erste schlechte Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht gemacht habe? Denn kaum habe ich das Licht der Welt erblickt), wurde ich an beiden Beinen nach oben gehalten und bekam einen Klaps auf mein Hinterteil von einer grimmig dreinschauenden Dame welche die Berufsbezeichnung Hebamme hatte. Was hatte ich unschuldiger Knirps schon getan?

Das nur zum Spaß und dennoch hatte ich, so wie fast jeder Mann im Leben, meinen negativen aber auch sehr viel positive Erlebnisse mit den Mädchen, Teenies, Frauen und älteren Damen.

Gemeint sind die jeweiligen weiblichen Geschlechter in meinen Lebensabschnitten. Unehelich geboren, nannte man mein Dasein und das bekam ich während meiner Kindheit und Jugendzeit oft deutlich zu spüren.

Mit ablehnendem Verhalten oder spöttischen Bemerkungen wurde ich des Öfteren bedacht Später kam der Neid noch dazu, denn als Einzelkind ging es mir relativ gut. Ich wurde ganz schon verwöhnt sei es von Mütterlicherseits oder vor allem von meiner Großmutter Rosa, welche ich von dem Tag an als ich die ersten Worte formte liebevoll –Mamma nannte. Natürlich ließ Großvater Fritz (Opa genannt) auch nichts über mich kommen. Er war halt der harte – kantige Kerl bei dem man nie so genau wusste woran man war aber dazu später einige Geschichten.

Der genaue Geburtsort meiner selbst war eine kleine aber hohe 3 Zimmer Wohnung innerhalb der Kaserne auf dem Kuhberg in Ulm. Hinter dem Gebäude hatte mein Opa nach dem Kriegsende sich selbstständig gemacht und einen kleinen Dachziegel-Betrieb gegründet.

Ob meine Oma noch bei den Städtischen Werken in Ulm oder noch als Straßenbahnfahrerin des Triebwagen mit der Nr. 13 arbeitete oder nicht das weiß ich beim besten Willen nicht mehr.

Laut späterer Erzählungen ist eines jedoch ganz sicher: Während des 2. Weltkrieges war meine Oma (eine tolle Blondine) zuerst als Schaffnerin später als Straßenbahnfahrerin bei der Stadt Ulm beschäftigt. 

08.10.2019 weiter geht es

In dieser Zeit lernte ich meinen Opa richtig kennen, den einarmigen, schüchternen Mann. Einarmig weil: 1943 während des Russlandfeldzug in wurde er bei Schlacht verwundet und neben ihm starb sein bester Freund. Diese Sache hat er bis zu seinem Tod nicht verkraftet

Meine Mutter Hilda hatte alle Hände voll zu tun an mir und mit mir. Die Beziehung Mutter Kind kam zwischen uns viel zu kurz aber es  entwickelte sich eine liebevolle große Schwester oder Freundin Beziehung. Mit Ihr ging ich durch dick und dünn wie man so sagt. Meinen leiblichen Vater lernte ich erst Jahre später kennen. Mit sechs Jahren an Weihnachten, wurde er mir vorgestellt. Dann verlor sich seine Spur in das so „weit“ entfernte (gerade mal 10 Minuten oder ca. 5 km mit dem Bus) Neu-Ulm.

War aber für mich und meine später Laufbahn als Musicer sehr interessant und wichtig, was die Öffentlichkeit´s Arbeit (Presse) betrifft. Ein paar Tage nach meiner Geburt konnte man schon in der örtlichen Zeitung einen kleinen Bericht über mich lesen. Nicht nur im Geburtsregister – nein- schön aufgemacht mit Bild erschien ein kleiner Artikel mit dem Titel „Fünf Genarationen“. Auf dem Bild zu sehen waren meine Ur-Oma meine Oma, meine Mutter Hilda, und ich als kleines etwas, mit schwarzen Haaren und Taufkleid. Beim Anblick des Bildes fällt es mir viel leichter in die Erlebnisse meiner Kindheit und Jugendzeit einzutauchen.

Ur-Ur-Großmutter Antonie Schauber

Es mag seltsam klingen, ich kann mich noch sehr genau an meine Ur-Ur-Großmutter erinnern. Im Alter von ca. 5 Jahren besuchte Mamma, Hilda mit mir zusammen meine Ur Ur Oma in einem Altersheim in Wiblingen und ich weiß genau noch wie begeistert ich von der Dame war denn: Sie litt an der Basedowschen Krankheit, also an einem Kropf einem sehr großen auf ihrer linken Halsseite. Scheinbar war ich so fasziniert darüber und machte meinen eigenen kindlichen Reim daraus. Ich fragte sie: ob sie einen Ball verschluckt habe. Woraufhin alle laut lachten. Selbst ur ur Oma lächelte mich an. Ich spürte da war noch mehr als nur dieser verschluckte Ball. Noch sehe ich deutlich den liebevollen und dennoch von schmerz gezeichneten Blick mit einem Lächeln. Es war als ob sie mit ihren Augen zu mir sprach. Es dauerte nicht lange vielleicht ein zwei Monate danach war ich wieder in Wiblingen, dieses Mal war es die Beerdigung von UR UR Oma. Wer will und kann mit gutem Gewissen sagen ob es richtig ist, als kleines Kind bei einer Beisetzung zugegen zu sein. Ich jedenfalls hatte keine negativen Spätfolgen erlitten viel mehr gab es mir die Erkenntnis über Leben und Tod. Denn schon als Kind war ich mit mir selbst beschäftigt all die Dinge des Lebens in ein positives Licht zu rücken.

Kindergartenzeit

….wäre da nicht ein einschneidendes Erlebnis von Recht und Unrecht hätte ich wahrscheinlich keine oder sehr wenig Erinnerung an diese Zeit. Ich war untergebracht in einem Kindergarten am Kuhberg in Ulm. Dieser wurde unterhalten von einer großen Firma der Unterhaltungs-Elektronikindustrie. Dort arbeitet seinerseits Oma und Hilda; die Unterbringung war ganztägig und ich kann mich noch genau an folgende Geschichte erinnern.  

Mittags gab es immer warmes Essen und anschließend mussten wir Kinder einen Mittagsschlaf machen dieser dauerte ca. 1 ½ Std. Gegen 17 Uhr wurden wir dann wieder abgeholt.

Dann dieser Tag:

Morgens brachte mich Oma zum Kindergarten meistens mit ihrem großen, klobigen Fahrrad und abends wurde ich von Hilda wieder abgeholt. Eines Tages, es war Winter und es war eisig kalt Regen und Schneeschauer wechselten sich ab. Zum Mittagsessen gab es für mich - eine komische Suppe- viel wirres Zeug schwamm darin herum. Schon beim Angeblich dieser war mir der Appetit vergangen und ich konnte und wollte diese Suppe einfach nicht essen. Auch war ich bestimmt nicht der Einzige dem es so erging, Zur Bestrafung meines Verhaltens wurde aber ich ausgewählt.

Eine der Kindergartentanten zog mich am Hemdkragen vom Tisch hoch, nahm mit der anderen Hand meinen Teller mit Löffel und zerrte mich so durch den ganzen Raum, hinaus ins Freie. Dort befand sich vor der Eingangstür in 3 Meter Entfernung ein Sandspielkasten. Dort musste ich mich auf die Holzeinfassung (Rand) setzen und laut ihrem Befehl dürfte ich erst wieder in den Kindergarten hinein kommen, wenn ich mein Teller leer gegessen wäre. Man kann sich bestimmt ein Bild darüber machen was es für mich bedeutete in diesem klirrenden, Nass, auszuharren.  

Natürlich konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten und meine Nase lief gerade um die Wette mit den Tränen in den Suppenteller. Es musste wohl eine ganze Weile gedauert haben bis ich meinen Kopf nach rechts drehte in Richtung Straße (von wo Hilda immer kam.) Das gesamte Kindergartenareal war umgeben mit einer hohen Hecke. Durch diese Hecke konnte ich auf einmal zwei mir vertraute Personen entdecken- Hilda und Oma. Als ich die Beiden mich erkannten war es mit der winterlichen Ruhe vorbei. Zuerst hatte ich große Angst jetzt noch einmal eine Standpauke (predigt) zu bekommen, denn es war eben damals eine Zeit in der es hieß; was im Teller ist wird ausgegessen. Hilda und Oma betraten das Gelände (Omas bekanntes Fahrrad wurde an die Hecke angelehnt).

Was ist hier los fragte Hilda mich mit barschem Ton mich dabei gleichzeitig aufrichtete –das Teller samt Inhalt flog in Hohem Bogen in den Sandkasten. Ich versuchte heulend zu erklären, was mir armem Tropf wiederfuhr und es viel mir nicht leicht da Hilda und Oma mir vor lauter Entsetzen gar nicht richtig zuhörten.

Und da waren wir auch schon mitten im Kindergarten. Dann ging es los. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass die Beiden voller Wut und Entrüstung die besagte Kindergartentante unter anderem mit einer Wortschlacht bedienten welche ich nicht unbedingt wiedergeben möchte.

In dieser Zeit hatte Oma mir Mütze, Schaal und Handschuhe geholt und mich sehr aufgeregt angezogen. Ich dachte warum zieht sie mich an ich muss doch noch schlafen und müde war ich ja auch vor lauter heulen es geht doch immer erst um 17 Uhr nach Hause. Falsch gedacht das ganze Theater war so schnell vorbei wie es begonnen hatte und wir 3 traten den Heimweg an. Hilda und Oma brummelten den ganzen Weg noch vor sich hin: Die kann was erleben – das tut die nicht noch einmal u.s.w.

Es muss wohl auch zu dieser Zeit gewesen sein als der Umzug 1953 vom Kuhberg auf den Eselsberg stattfand. Wir bekamen eine städtische Wohnung in einen neuen Wohnblock gegenüber einer Kaserne dort waren U.S. Soldaten stationiert (Fort Barekes) von diesem Tag an änderte sich sehr viel für mein weiteres Leben. Ja, ich glaube sogar, dass dies die Geburtsstunde zu allem war, was und wie ich heute bin.

Es herrschte ständig ein reges Treiben innerhalb und außerhalb der Kaserne. Jeeps, Panzer Mannschaftstrucks, die ganze Straße war ständig belebt. Schnell hatte ich herausgefunden, daß es Freitag sein musste an den riesigen Kolonnen von Fahrzeugen und Soldaten sich in Richtung Kaserne bewegten. Die Us Soldaten kamen wie immer vom Manöver zurück.

Am Straßenrand stand ich von nun an öfters in meinen Lederhosen und dazu gestrickte Strümpfe die furchtbar kratzten und begrüßte Soldaten (GI) mit heftigem winken, dass sie mich auch wahrnahmen. Es war meist 20-50 Erwachsene und Kinder die mir es gleich taten. Zu dieser Zeit machte ich bereits schon die ersten Versuche der amerikanischen Sprache hatte ich schon ganz gut im Griff „Do you have a Jewing Gum“ rief ich den Soldaten zu als sie an mir vorbei fuhren und tatsächlich – es regnete so ziemlich alles was ein Soldat von seiner Marschverpflegung noch übrig hatte auf die Straße. Also da waren Büchsenbrot, Kaffee, Zucker, Salz, Pfeffer, (in kleinen Tütchen eingeschweißt) und kleine Wurstkonserven Corned Beef, Kaugummis und Hershy Schokolade diese Schokolade esse ich bis zum heutigen Tag noch immer gern und schwebe in Erinnerungen.

Neben der Fahrzeugkolonne gab es noch das Fußvolk der Soldaten Sie marschierten am Straßenrand der Kolonne und ab und zu wurde ich von einem dieser Soldaten auf dessen Schulter gehievt. Es waren vorwiegend Farbige Soldaten welche eine besondere Beziehung zu Kindern hatten (Sie waren ja selbst fast noch Kinder). Sie sahen zwar gefährlich aus aber von Liebe und Güte hatten sie am meisten an den Tag gelegt. Ich weiß noch wie viele Leute Sprüche drauf hatten wie: Komm den Farbigen nicht zu nahe, es sind wilde Ungeheuer u.s.w. ich möchte mich hierzu nicht äußern denn das war doch alles Quatsch. Das wusste ich damals schon, denn ein Farbiger, welcher mich auf seine Schultern hob, dabei mit einer Hand durch meine Haare fuhr und mich auch gleich wieder absetzte stopfte mir die Hosentaschen der unbequemen Lederhose (Seppelhose) mit Schokolade voll also das konnten doch keine Wilden sein und somit war das Thema für mich erledigt und ich freute mich des Tages mit meiner geliebten Hershey Schokolade.

Harte Zeiten – so sagt man Heute und meint die Zeit nach dem Krieg zugegeben meine Zeit welche ich beschrieben habe waren die 50er und dennoch habe ich das Beste aus jener Epoche gemacht. Zurück zu meine großen Bettel und Sammelaktion als nun fast alle Soldaten wieder in der Kaserne waren wurde es auch für mich Zeit nach Hause zu gehen (war gleich nebenan) wir wohnten im 3. Stock. Dort angekommen entleerte ich meine Beute und war fort an der König der Familie. Was so kleine Beutelchen Kaffe und Zucker alles bewegten. Hilda und Oma haben es sichtlich genossen während ich mir den Mund mit Schokolade verschmiert und vollstopfte. Ja es war für mich eine tolle und glückliche Zeit.

Opa kam täglich spät von der Arbeit nach Hause er war weniger angetan als Oma ihm von meinen Beutezügen erzählte. Aber das Abendessen war fertig und man vergaß die Angst um mich die kleine Person am Straßenrand neben den rasselnden Ketten der Panzer.

Opa war schon des längerem nicht mehr selbständig sondern bei einer Presse in Ulm als Kurier tätig. Wohlgemerkt als Kurier per Fahrrad mit einem Arm und einer großen Tasche um die Schultern.

Am Rande bekam ich in verschiedenen Wortfetzen immer mit, dass Opa bald sein eigenes Haus bauen wollte dafür arbeitete die ganze Familie hart Oma immer noch im Schichtdienst bei einer namhaften Elektrofirma mit 3 Buchstaben. Meine Mutter Hilda war ebenfalls ich Schichtdienst beschäftigt um für meinen Unterhalt zu sorgen irgendwo in Neu-Ulm.

Aber halt da fällt mir noch eine Geschichte mit den Soldaten am Eselsberg ein. „ICE Cream“ oder für die damaligen Verhältnisse konnte man es umschreiben wie eintauchen in himmlische Gefühle oder himmlischer Genuss.

bis demnächst mal wieder ich hoffe es macht Freude meine Geschichte zu lesen.